Brüssel, 03.03.2020. Lars Patrick Berg, Außenpolitischer Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, kommentiert die gerade stattfindende Neuauflage der unkontrollierten Massenmigration, wie wir sie 2015 erlebt haben, wie folgt:

„Nun ist es also soweit: Europa und insbesondere Deutschland droht eine Neuauflage der unkontrollierten Massenmigration von 2015. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor wenigen Tagen die Öffnung der türkischen Grenzen in Richtung EU verkündet und hält nicht mehr die in der Türkei im Rahmen des sogenannten Flüchtlingsdeals aufgestauten Menschenmassen von einer Ausreise ab.

Die Szenen ähneln jenen von vor fünf Jahren, als sich etwa eine Million Menschen insbesondere in Richtung Deutschland auf den Weg machten – nur, dass es diesmal noch viel mehr werden könnten.

Rein technisch betrachtet ist diese Entscheidung Erdogans sogar nachvollziehbar, denn mehrere Millionen angebliche oder tatsächliche Flüchtlinge in einem fremden Land sorgen über kurz oder lang für unlösbare Probleme – Deutschland kann davon seit 2015 ein Lied singen.

Die Interpretation aber, dass es sich dabei um einen ‚Hilferuf’ Erdogans handle, wie sie der CDU-Außenpolitiker und -Vorsitzendenkandidat Norbert Röttgen äußerte, geht ebenso fehl wie die Schuldzuweisungen von Außenministersimulant Heiko Maas (SPD) an Russland und Syrien.

Schließlich war es in allererster Linie Erdogan selbst, der durch seine Einmischung in den Syrien-Konflikt, durch Waffenlieferungen an dortige islamistische Milizen und inzwischen auch durch direkte militärische Intervention für hunderttausende weitere vor dem Krieg fliehende Menschen sorgte, die nun einen zusätzlichen Migrationsdruck auf sein Land darstellen. Erdogan ist kein unverschuldet in Not geratenes Opfer der Umstände, sondern Täter.

Dass die EU wieder einmal nur untätig am Rande des Geschehens steht und ohnmächtig auf die dramatischen Entwicklungen blickt, zeigt ihre ganze Handlungsunfähigkeit in deutlichster Art und Weise. Wundern darf das aber niemanden: Wer lieber Erdogan mit Milliarden für einen schlussendlich nicht eingehaltenen Deal pampert, anstatt ihm aufgrund seines fatalen außenpolitischen Handelns den Geldhahn und die Lieferung militärischer Ausrüstung abzudrehen sowie endlich in eigenen Grenzschutz zu investieren, der kann damit am Ende nur auf die Nase fallen.

Die Zeche zahlen wird am Ende aller Voraussicht nach Deutschland, in das die anderen EU-Mitgliedsstaaten die Migrantenströme weiterleiten werden: Angela Merkel, die Verantwortliche der Grenzöffnung von 2015, ist noch immer im Amt – und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie 2020 anders handeln wird als vor fünf Jahren.

Am Ende werden in diesem menschenunwürdigen Spiel nur zwei Sieger geben: Als großen Sieger Russland und als kleiner Sieger die Türkei.“