Brüssel, 06.11.2019. Nach seiner Reise mit einer fraktionsübergreifenden Delegation nach Indien hat Lars Patrick Berg, Mitglied der Fraktion Identität und Demokratie (ID), sich weiter zur Situation in Kaschmir informiert. Dazu traf er sich mit dem Premierminister von Asad Jammu und Kaschmir, Raja Farooq Haider Khan.

„Ich habe mir nach dem Besuch in Indien und dem Gespräch mit Premierminister Narendra Modi nun auch die Position von Raja Farooq Haider Khan, dem Premierminister Kaschmirs angehört“, so Berg (AfD).

Klar sei, mit Scheckbuch und warmen Worten, ließen sich keine dauerhaften Lösungen schaffen, merkt Berg mit Blick auf den Besuch Angela Merkels in Indien an. Das Ergebnis der Kanzlervisite wertet Berg als „maue Ausbeute“. Vieles sei im „Ungefähren verblieben“. Man könne den Eindruck gewinnen, „außer Geldgeschenken und Einwanderungsversprechen“ habe die Bundeskanzlerin nichts vorzuweisen.

„Wir brauchen mehr als nur warme Worte und Geldgeschenke. Wir benötigen einen ernsthaften Dialog und konkrete Lösungsvorschläge. Wenn der Krisenherd Kaschmir eskaliert, dann steht eine Wanderungswelle Richtung Europa und auch Deutschland zu befürchten. Die Asyllasten könnten dann die bisherigen sogar weit übertreffen.“

Um die Situation um Kaschmir und damit den Konflikt zwischen den beiden Atommächten Pakistan und Indien zu entschärfen, wäre aus Sicht Bergs ein Unabhängigkeitsreferendum eine mögliche friedliche Lösung. Der köchelnde Konflikt dürfe keinesfalls weiter eskalieren.