Brüssel, 05.11.2019. Nach „Ost-Schelte“ hat sich Lars Patrick Berg, Mitglied der Fraktion Identität und Demokratie (ID) im Europäischen Parlament, gegen den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rom gestellt.

Viktor Elbling, Botschafter Deutschlands in Rom, hatte sich „besorgt“ über die demokratischen Wahlen in den neuen Bundesländern geäußert. Elbling, der einst für Klaus Kinkel und Joschka Fischer arbeitete, hat aus Sicht Bergs „die Bodenhaftung verloren“. Elbling hatte gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA rund einem Viertel der Wähler in Ostdeutschland abgesprochen, demokratisch gewählt zu haben. Danach kam er auch nicht umhin, zu betonen, wie viel Geld bereits in die jüngeren Bundesländer investiert worden sei. AfD-Politiker Lars Patrick Berg führt dazu aus:

„Es ist schon befremdlich, wie Menschen im Elfenbeinturm fernab der normalen Bürger denken. Da äußert sich ein Botschafter, der eigentlich die Interessen der Bundesrepublik vertreten soll, abfällig über demokratische Wahlen im eigenen Land, spricht einem Viertel der Wähler ab, demokratisch gewählt zu haben und das nur, weil die AfD mehr Wähler überzeugen konnte, als eben andere Parteien. Das ist demokratischer Wettbewerb. Schade, dass ein Botschafter das nicht versteht und derart unprofessionell agiert. Die Wähler brauchen jedenfalls keine Belehrungen, keine Hinweise auf gezahlte Gelder und anders als mancher im Elfenbeinturm glaubt, auch keine Ost-Schelte!“

Offenbar, so Berg, seien für Elbling nur Wahlen akzeptabel, bei denen die Parteien von Kinkel (FDP) und Fischer (Grüne) gut abschnitten. Das sei ganz offensichtlich bei den Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg nicht der Fall gewesen.

„Die AfD ist eine demokratische Partei, die demokratisch gewählt wird. Übrigens anders als Botschafter wie Herr Elbling. Da spielt eher das Hinterzimmer die Entscheidungsrolle“, attestiert Berg abschließend.

http://www.ansa.it/english/news/politics/2019/11/04/afds-success-worrying-german-envoy_d14444d0-cbe6-487e-8d92-a715d1d07546.html