Stuttgart, 20.05.2019. Die sofortige Einstellung aller Windkraft-Planungen auf der Länge und dem Ettenberg fordert der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Patrick Berg. „Die bis jetzt bekannt gewordenen Tatsachen zeigen klar auf, dass bei der Genehmigung eines aus insgesamt elf bis zu 230 Meter hohen Windindustrieanlagen bestehenden Gewerbegebiets an einem raumbedeutsamen und landschaftssensiblen, für das ökologische Gleichgewicht der Region wertvollen Waldstandortes Fehler unterlaufen sind“, erläutert Berg. „Vor dem Hintergrund dieser Faktenlage drängt sich der Verdacht auf, dass hier unter Verstoß einschlägiger Naturschutzgesetze eine vor allem aus ideologischen Gründen präferierte Windindustriezone gegen den Willen der Bevölkerung durchgedrückt werden soll.“

Windräder auf der Länge sind „absoluter Schwachsinn“

Offenkundig sei dies spätestens seit dem in der Presse am 6. März 2019 veröffentlichten Interview mit dem bundesweit anerkannten und mit großer fachlicher Reputation versehenen Ornithologen Prof. Peter Berthold, dem langjährigen Leiter der Vogelschutzwarte Radolfzell (Außenstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie), geworden, der sich auf der Länge wie „in seiner Hosentasche auskenne“ und die Windkraft-Pläne auf der Länge einem „Verriss“ unterzogen hatte. Die Länge sei ein „Hotspot für den Rotmilan“, der dort auch überwintere. Seine Ablehnung gipfelte in der Aussage, Windräder auf der Länge zu bauen sei „absoluter Schwachsinn.“ „Im Hinblick auf diese Aussagen eines in der Fachwelt anerkannten Vogelkundlers drängt sich schon die Frage auf, ob das Genehmigungsverfahren durch Gefälligkeitsgutachten beeinflusst worden ist“, so Lars Patrick Berg.  Um Licht in viele noch ungeklärte Fragen zu bringen, habe er kürzlich zwei mittlerweile auch in den Landtagsdrucksachen veröffentlichte Anträge an die Landesregierung gerichtet, so der Landtagsabgeordnete.