Stellungnahme zu den Anwürfen gegen mich – oder: Wie ich zur Projektionsfläche von Profilsuchern wurde

Es gibt Menschen, die haben einfach Profil. Andere erarbeiten sich ein Profil und wieder andere versuchen verzweifelt Profil zu erringen. Das sind dann gerne jene, die statt ein Gespräch zu suchen, lieber mit Halbwahrheiten und dem Vorgeben moralisch erhaben zu sein, hausieren gehen.

Da sind als vermutlich relevanteste Kraft, die nicht näher benannten „Bürgermeister Kreisverband Tuttlingen“. Von denen sich Herr Bürgermister Wuhrer namentlich zu erkennen gab. Nicht weil Herr Wuhrer mutig ist, sondern weil er den Showeffekt zu erhaschen hoffte. Das ist ihm über die Presse auch ein Stück weit gelungen. Er kann durchatmen: Profil ein wenig geschärft. Herr Wuhrer hätte, ginge es ihm tatsächlich um die Sache, mich angerufen. Er hätte sich mein Video, welches schon kurz nach meiner Vorstellung für jedermann barrierefrei auf YouTube abrufbar stand, angesehen. Das freilich hat er nicht getan. Noch heute hat er nicht den Mut, mich anzurufen. Meine Nummer ist Herrn Wuhrer bekannt.  Herr Wuhrer braucht den Gratismut und den kurzen Applaus der Berufsempörten. Wie mir einer seiner Kollegen, der mich anrief und nichts mit dem Brief zu tun haben wollte, sagte, wird Herr Bürgermeister Wuhrer intern auch „Der Knappgewählte“ unter Verweis auf den Wahlkrimi von Denkingen genannt. Herr Wuhrer braucht offensichtlich die öffentliche Show. Sonst könnte es beim nächsten Wahlgang unschön für ihn werden. So simpel, so durchschaubar.

Vier Prozent der Baden-Württemberger, so eine Forsa-Umfrage, glauben, dass die SPD noch irgendein Problem im Lande lösen könne.  Das sind vier Prozent unerschütterliche Optimisten.  Klar, dass Christine Treublut von der SPD und treue Leserin meiner Facebook-Seite da mit einem Leserbrief nicht fehlen durfte. Die SPD in Tuttlingen hat keine Antworten und bietet bestenfalls ein Weiterwursteln. Wer als Partei ein Profil hat, das in etwa so ausgeprägt ist, wie ein Reifen nach 100.000 Kilometern Fahrt, muss eben verzweifelt um Aufmerksamkeit kämpfen. Das ist vor der Kommunalwahl natürlich doof.  Und da sie sich nicht mit Inhalten profilieren kann, versucht sie es eben mit Skandalisierung, in der Hoffnung, der Wähler möge es nicht nachprüfen.

Bleibt noch die Spaßabteilung. Die heißt hier JuLis. Kennen Sie nicht? Nichts verpasst. Das sind die Jungen Liberalen der FDP. Also Berufsjugendliche. Marcel Aulila von den JuLis möchte gerne Profil haben, weil ihn viele nicht kennen. Das ist verständlich. Vielleicht kennen jetzt drei Leute mehr Herrn Aulila. Es sei ihm gegönnt.

Meine Bewerbungsrede kann auf YouTube und hier bei Facebook  angesehen werden.