Stuttgart, 16.08.2018. Der polizeipolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Lars Patrick Berg, sieht die Polizei in Baden-Württemberg im Bereich der Notfallmedizin mangelhaft aufgestellt. Offenbar fehle es unter anderem an individuellen Erste-Hilfe-Sets und notfallmedizinischen Modulen in der Polizeiausbildung, stellt Berg, mit Blick auf einen Bericht der Waiblinger Kreiszeitung über einen jungen Polizisten, der Missstände bei der Ausrüstung benennt, fest.

„In besonders schwieriger Einsatzlage wie Amokläufen oder Terroranschlägen ist die Situation oft unübersichtlich. Der Täter ist vielleicht noch vor Ort und hat sich verschanzt. Es gibt Gefahrenzonen, in die normale Rettungskräfte nicht vordringen können. Polizeibeamte können beim Einsatz verletzt werden und müssen sich oder den Kollegen schnell versorgen. Da ist es umso unverständlicher, warum hier erneut am falschen Ende gespart wird. Weshalb müssen Polizeibeamte die lebensrettenden Notfallsets selbst erwerben und bleiben auf den Kosten sitzen? Die Fehlgewichtung bei den Aufgaben in unserem Land nimmt immer mehr zu! Wir werden das in einem Berichtsantrag im Innenausschuss auf den Tisch bringen!“

Nach Bergs Standpunkt müsse für jeden Polizeibeamten ein notfallmedizinisches Set vorhanden sein, mit welchem dieser sich selbst und andere unmittelbar in schwieriger Lage versorgen könne, bis die Rettungskräfte eintreffen oder die Gefahrenzone geklärt sei. Wer hier spare, spare am Ende an der Rettung von Menschenleben.