Stuttgart, 16.07.2018. „Eine Politik zurück zur Mitte“, fordert der Aalener CDU-Abgeordnete Winfried Mack. Er wolle Union und SPD dazu bringen, die Themen der Bürger aufzugreifen. Das findet Lars Patrick Berg,

AfD-Kollege Macks im Landtag, erstaunlich. Das trifft auch auf die Enttäuschung Macks über das Abstimmungsverhalten der Türken in Deutschland zu. Berg stellt fest:

 
„Herr Mack, dessen Partei derzeit Teil der Landesregierung ist, dessen Partei zuvor Jahrzehnte an der Landesregierung war und seit 2005 die Bundeskanzlerin stellt, will also nun plötzlich die Probleme der Bürger ansprechen und fordert eine Politik der Mitte. Das ist beides interessant und erstaunlich. Zum einen, da die Union für diverse Probleme im Land die Hauptverantwortung trägt, eifrig dabei unterstützt von der SPD, zum anderen, weil sie sowohl im Land als auch im Bund an der Regierung ist und die Probleme auch tatsächlich angehen könnte. Dies aber ersichtlich nicht tut.“
 
Lob erhält Mack von Berg für seinen Versuch, die stark nach links abgedriftete Union in die Mitte zu manövrieren. Dies dürfe aber, so Berg, „kaum gelingen, da die CDU bei einem Ausscheiden der CSU aus der Bundesregierung ja sofort die Grünen ins Boot holt. Die vielen Initiativen, die es in der Union schon gab, um den Linkstrend zu stoppen, wurden von der Parteiführung systematisch lahm gelegt. Da ist die Luft raus!“
 
Für die Verwunderung Macks über das Erdogan-freundliche Abstimmungsverhalten der Türken in Deutschland hat Berg nur ein Kopfschütteln:
 
„Als 35.000 bis 40.000 Türken 2016 für die Todesstrafe und Erdogan demonstrierten, die Demo war übrigens von einem SPD-Mitglied angemeldet worden, müsste Herr Mack doch aufgefallen sein, wo die Reise eines wachsenden Teils der Türken in der Bundesrepublik hingeht. Der lange Arm Erdogans schlägt sich eben nicht nur bei den Osmanen Germania Rockern nieder, sondern auch in den DITIB-Moscheen, Kulturvereinen und den Altparteien.”