Stuttgart, 04.07.2018. „Die Regierung weiß zwar, wie häufig Kleidungsstücke getragen werden und führt über allerlei Dinge Statistik, wie viele Kinderehen es gibt, hat sie aber einfach nicht erfasst.“, bemerkt der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Patrick Berg zu Aussagen der Regierungen in Bund und Land fassungslos. Berg führt weiter aus:

„Der Begriff `Kinderehe´ ist allerdings auch irreführend. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Ehe mit archaischem Verständnis zwischen einem deutlich älteren Mann, welcher leicht der Vater oder Opa sein könnte, sowie einem sehr jungen Mädchen. Die Aussage `Ehe mit einem Kind´ wäre ehrlicher. Ganz besonders schlimm ist, dass das großspurig angekündigte Gesetz gegen Kinderehen sich als wirkungslos erweist. Meine Befürchtungen sind damit eingetreten, dass die Umsetzung aus Mangel an Kontrolle scheitert. Wer weiß schon, welche Zeremonien in Moscheen ablaufen? Das Kindswohl bleibt leider auf der Strecke. Die Opfer bleiben ungesehen und damit ungehört!“

Berg wirft sowohl Schwarz-Rot im Bund als auch Grün-Schwarz im Land Placebopolitik vor. Mit markigen Worten habe man sich auf Druck der AfD hin 2017 endlich durchgerungen ein halbgares Gesetz gegen Kinderehen zu verabschieden und alle Vorschläge der AfD aus Prinzip dabei abgelehnt. Doch seien Gesetze, deren Einhaltung keiner Kontrolle unterlägen und deren Missachtung kaum Strafe nach sich ziehe, nicht das Papier wert, auf dem sie stünden.