Stuttgart, 28.05.2018. Lars Patrick Berg, entwicklungspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, hält den Vorstoß von Andrea Nahles zur Einstufung sicherer Herkunftsländer in Afrika für eine unglaubwürdige Verzweiflungstat.

Nahles sehe die sinkenden Umfragewerte und die Konzeptlosigkeit der SPD. Da liege es nahe, eine Forderung der AfD zu kopieren. Berg führt dazu aus:

„Die Forderung Marokko, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsländer einzustufen ist richtig und hat Frau Nahles schön bei der AfD kopiert. Allein es fehlt der Glaube an die ernsthafte Umsetzung. Innerhalb der SPD hat Nahles den Widerstand der wohlsituierten Funktionselite, die in ihrem Elfenbeinturm lebend mit dem Leben des Normalbürgers herzlich wenig zu tun hat und munter weiter `Refugees welcome´ klatscht. Es wird daher wie so häufig bei der SPD nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver sein. Nicht mehr als eine durchsichtige Verzweiflungstat einer umstrittenen Parteichefin in einer maroden Partei.“

Aus Sicht Bergs sei es löblich, Forderungen der AfD wenigstens in Ansätzen zu übernehmen, es sei aber eher unwahrscheinlich, dass die SPD noch genug Kraft und Willen zu einer tatsächlichen Kurskorrektur habe. Zu weit habe sich die SPD von den Themen der Arbeitnehmerschaft, Rente und Familien entfernt.

Die AfD fordere Hilfe vor Ort. Damit könne man mit viel weniger Geld viel mehr Menschen Hilfe zukommen lassen. Die Hilfe käme dann auch bei den wirklich Armen und Schwachen an. Zudem würde der Einwanderungsdruck sinken und sich weit weniger Menschen auf die gefährliche Route über das Mittelmeer begeben.