„[…] Für den von der AfD-Fraktion in den Landtag eingebrachten Gesetzentwurf zur Änderung des Kreistagswahlrechts gibt es keine parlamentarische Mehrheit. In erster Lesung lehnten die anderen vier Fraktionen die Initiative ab. Auch die Landesregierung sprach sich gegen den Gesetzentwurf aus. Die AfD wollte damit erreichen, dass ein Bewerber in zwei Wahlkreisen des Kreisgebiets bei der Kreistagswahl kandidieren kann. Diese Möglichkeit hatte 2003 die schwarzgelbe Landregierung eingeführt; Grün-Rot hatte 2013 das Wahlrecht dahingehend geändert, dass die Kandidatur eines Bewerbers auf einen Wahlkreis beschränkt ist. Lars Patrick Berg (AfD) begründete den Gesetzentwurf mit „mehr Chancen für kleine und mittelgroße Parteien“, in die Kreistage einzuziehen. Damit werde die Entscheidungsfreiheit des Bürgers gestärkt. Eine Doppelbewerbung führe zu möglichst aufgefüllten Kandidatenlisten kleiner Parteien, argumentierte Berg. […]“